Produkte und Leistungen

ingpuls GmbH

Ingpuls verfolgt einen integrative Entwicklungsstrategie.

Wir verbinden Werkstoff Know-How mit moderner Produktentwicklung und effizientem Projektmanagement zu unserem Produkt- und Dienstleistungsportfolio.

Die Vergangenheit hat deutlich gezeigt hat, dass eine Trennung von FGL-Kompetenz und Produktentwicklung nicht zielführend war. Verdeutlicht wird dieser Sachverhalt durch das mehr als auffällige Verhältnis von erteilten FGL-Patenten und am Markt verfügbaren Serienprodukten auf Basis von FGL. Sehr wenigen Serienlösungen stehen heute weit mehr als 10.000 FGL-Patente, z.T. renommierter Konzerne, gegenüber. Hierfür gibt es logische Gründe. Es ist daher unser Anspruch die FGL in Ihrer technologischen Tiefer zu verstehen, um Sie zuverlässig und nachhaltig in Produkten einsetzen zu können.

Wir kontrollieren die vollständige Prozesskette zur Herstellung von FGL-Komponenten. Angefangen bei der Schmelzmetallurgie nutzen wir verschiedene Umformverfahren zur Herstellung unterschiedlicher Halbzeuge aus denen wir anschließend die gewünschten Endprodukte anwendungsspezifisch konfigurieren. Die Freiheit an jedem Punkt der Prozesskette Anpassungen vorzunehmen, ermöglicht es uns, eine enorme Bandbreite in den Eigenschaften der finalen FGL-Komponenten maßgeschneidert einzustellen.

Unsere Konzentration gilt den NiTi-FGL, da diese anderen FGL in den meisten relevanten Eigenschaften deutlich überlegen sind. Unser Portfolio umfasst daher zahlreiche binäre, ternäre und quaternäre FGL. Hieraus fertigen wir bei Bedarf Gussteile, Stäbe oder Hülsen, Drähte oder Bleche, sowie Federn oder andere anwendungsspezifische Komponenten. Bereits bei der Legierungsauswahl müssen die notwendigen Funktionalitäten der späteren Anwendung präzise verstanden sein.

Eine Übersicht unserer FGL finden Sie hier: PDF - Download hier klicken...

Ein Informationsaustausch zwischen Ingpuls und dem Anwender ist hierfür zwingend erforderlich. Wir haben daher einen standardisierten Abfrageprozess entwickelt, der zeitsparend alle für uns erforderlichen Informationen zusammenträgt. Zum gegenseitigen Schutz des Know-Hows schließen wir im Vorfeld Geheimhaltungsvereinbarungen mit unseren Projektpartnern.

SYSTEME

In Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern entwickeln für unterschiedlichste Systeme, die auf FGL basieren. Dabei handelt es sich um Stellsysteme, Klemmsysteme oder auch Dämpfungssysteme.

Für Aktoriksysteme, in denen FGL-Komponenten per Widerstandserwärmung kontrolliert geschaltet werden, haben wir ein elektronisches Management-System (kurz: EMS) entwickelt. Unser Basismodul wird nach Bedarf auf den jeweiligen Anwendungsfall angepasst. Hierzu ändern wir, falls nötig auch die Platinenarchitektur. Die Schnittstellen der Elektronik können angepasst werden, wodurch das EMS in übergeordnete Systeme und Baugruppen nahtlos integriert werden kann.

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Das System übernimmt die bedarfsgerechte Bestromung, um eine Überhitzung der FGL-Aktoren auszuschließen. Stellsysteme können durch das EMS entweder diskrete Positionen anfahren oder kontinuierlich geschaltet werden. Hierdurch können nicht nur An/Aus-Aufgaben realisiert werden, sondern auch stufenlos beliebige Positionen angefahren werden. Verschiedene sensorische Funktionen können ebenfalls abgedeckt werden. Mehr Informationen dazu im PDF oder über die folgenden Youtube-Videos.

PDF + VIDEO LINKS

Das Technologie-Einführungs-Set Formgedächtnislegierungen beinhaltet 10 verschiedene FGL-Komponenten, um erste praktische Erfahrungen im Umgang mit FGL zu sammeln. Drähte, Federn, Blechstreifen und Formteile aus superelastischem NiTi (Af<20°) sowie aus Aktorikmaterial (As>50°C) ermöglichen damit das Kennenlernen verschiedener Ausprägungen der FGL sowie unterschiedlicher Wirkprinzipien.

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PRODUKTENTWICKLUNG

Produkte oder Systeme entwickeln wir in einem strukturierten Ablaufprozess. Von der Idee über den Musterbau bis hin zum funktionsfähigen Prototyp übernehmen wir alle Aufgaben. Falls im Einzelfall Bedarf an externen Zuarbeiten besteht, können wir auf ein Netzwerk zuverlässiger Zulieferer zurückgreifen.

Der Entwicklungsprozess erfolgt in der Regel meilensteinbasiert in mehreren Phasen. Nach positiver Beurteilung der grundsätzlichen Machbarkeit werden erste Konzepte ausgearbeitet und parallel die Schutzrechtesituation analysiert. Das finale Konzept wird konstruktiv ausgearbeitet und der Prototyp gefertigt. Das Herz unserer Systeme ist stets eine FGL-Komponente. Hierzu definieren und produzieren wir das erforderliche FGL-Material und konfigurieren die Komponente.

Für aktiv geregelte Systeme verwenden wir Ansteuerungselektroniken, die auf Basis unseres EMS entsprechend den Anforderungen angepasst werden. Nach Inbetriebnahme der Prototypen werden diese getestet, um die erzielten Funktionalitäten quantitativ zu erfassen. Bauteilspezifische Prüfvorrichtungen, die ein automatisiertes Testen zur Durchführung von Dauertests ermöglichen, entwickeln wir ebenfalls In-House.

PRÜFUNG

Als innovatives Werkstoffunternehmen verwenden wir modernste Methoden der Material- und Oberflächencharakterisierung. Zur Anwendung kommen dabei verschiedene mechanische, thermische oder thermomechanische Analysen. Zu nennen sind hier (temperierte) Zugversuche, Härtemessungen, Nanoindentation oder auch DSC-Analysen. Wie für die meisten metallischen Werkstoffe sind für die Beurteilung unserer FGL ebenfalls mikroskopische Untersuchungen häufig erforderlich. Wir nutzen hierzu die Lichtmikroskopie oder die Rasterelektronenmikroskopie, in seltenen Ausnahmen auch die Transmissionselektronenmikroskopie. Verschiedene chemische Analysen kommen zur Anwendung, um die Reinheit unserer Schmelzen zu ermitteln. Wir ermitteln u.a. Kohlenstoff-, Sauerstoff- oder Wasserstoffgehalte in unseren FGL, um eine reproduzierbare Qualität sicherzustellen.

Mit speziell entwickelter Hardware quantifizieren wir die elektrischen Eigenschaften unserer FGL-Komponenten, um unsere Ansteuerungselektroniken auf die Komponenten hin kalibrieren zu können.

Ergänzend zu den klassischen Werkstoffanalysen erfordern unsere Entwicklungen häufig bauteilspezifische Funktionsprüfungen. Diese erfolgen in eigens hierfür entwickelten Prüfvorrichtungen und -geräten, die wir mit modernen Antriebssystemen, Sensoren sowie automatisierter Datenerfassung versehen.

SEMINARE

Halbjährlich, stets im Mai und November, findet in Bochum unser FGL-Anwenderseminar statt. In einer eintägigen Kompaktveranstaltung vermitteln unsere FGL-Experten die wichtigsten Grundlagen, um Anwender oder potentielle Anwender mit dem hierfür erforderlichen Hintergrundwissen auszustatten.

In vier Themenblöcken behandeln wir die wichtigsten Aspekte, um mit dieser Technologie erfolgreich die Produkte von morgen zu entwickeln.

Neben den wichtigsten werkstoffwissenschaftlichen Grundlagen beschreiben wir die, für FGL gängigen, Charakterisierungsmethoden zur Sicherstellung einer reproduzierbaren Qualität sowohl beim Hersteller als auch beim Anwender. Im zweiten Teil der Veranstaltung stehen anwendungspezifische Fragen im Vordergrund. Von der Auslegung hinsichtlich Lebensdauer und funktioneller Stabilität, über die Systemintegration bis hin zur elektronischen Ansteuerung werden die relevantesten Punkte der Produktentwicklung dargestellt.

Nähere Informationen zur Inhalt, dem Ablauf und zur Anmeldung entnehmen Sie bitte den Anmeldungsflyer, den Sie hier bequem downloaden können.